Rückblick auf den Bettagsamstag-Anlass

Was die Schweiz zusammenhält

Auf Einladung der General Bachmann Gesellschaft referierte der schweizweit
bekannte Politikwissenschafter, Geograph und Universitätsdozent Michael
Hermann zur Einstimmung auf den eidgenössischen Dank-Buss- und Bettag im
Freulerpalast.
Nebst Ständerat Dr. Thomas Hefti und Nationalrat Martin Landolt durfte der
Präsident nebst den Gesellschaftern diverse interessierte Gäste begrüssen.
Direkte Demokratie, Machteilung und Machtbegrenzung, kleinteiliger
Föderalismus, Mehrsprachigkeit, «Willensnation», Milizkultur,
Bodenständigkeit und natürlich Sonderfall sind die gängigen Schlagworte, wenn
es darum geht die Schweiz erklären zu wollen, so der Referent. Michael
Hermann gelang es auf interessante und spannende Weise, dem
aufmerksamen Publikum einen Einblick aus ungewöhnlicher Perspektive in das
mehrdimensionale Funktionsgefüge eines faszinierenden Landes zu geben.
Sein Vortrag baute er auf seinem 2016 veröffentlichen Buch «was die Schweiz
zusammenhält» auf.
Die präzisen Ausführungen untermauerte er mit Beispielen aus Geschichte und
Gegenwart und entwarf ein höchst interessantes und spannendes Gesamtbild
des schweizerischen Zusammenhalts. Dabei zeigte er nicht nur die positiv
verstärkenden Effekte für den Zusammenhalt auf, sondern wies auch kritisch
auf Schwächen hin.
Eigentümliche Nationalität und Identität, Konfession und Sprache, Stadt-Land
Gegensatz, waren u.a. genauso thematisiert wie beispielsweise das
polarisierende Land, die eigentümliche Parteienlandschaft mit teilweise
sektenähnlichen Ansätzen, der Reformstarre und dem Strukturerhalt.
Die Zuhörer erhielten ein sehr beeindruckendes erhellendes Referat, das zum
Nachdenken und zur Diskussion einlud.

mfl, 16.09.2019

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Die nächsten Anlässe

Voranzeige nächster Anlass Kulturforum Brandluft: 

Freitag 8. November 2019, 19:30 Uhr, Panoramasaal Lintharena sgu, Näfels

„Stell Dir vor es ist Krieg….. 220 Jahre Friede im Glarnerland“

mit Divisionär a.D. Fred Heer, Steffisburg. 

Ein Streiflicht auf Schauplätze des letzten Krieges im Glarnerland.
Suworows Alpenfeldzug ist noch heute im kollektiven Gedächtnis vieler Innerschweizer
und Glarner präsent und auch in Russland wird der erfolgreiche Feldherr bis heute
verehrt – vergessen gehen dabei meistens die Leiden der Zivilbevölkerung.
Der zweite Koalitionskrieg, auf den man auch in der Schweiz nicht vorbereitet war, liess
1799 das sonst weitab vom Weltgeschehen liegende Glarnerland plötzlich zum Kriegs-
schauplatz fremder Heere werden. Wiesen und Felder wurden durch die Biwaks und
Kämpfe niedergetrampelt, Häuser und Ställe teilweise durch Feuer und Plünderung
zerstört, Brücken, Wege und Stege weitgehend unbrauchbar. Die Einquartierung und
Verpflegung tausender fremder Soldaten überstieg die vorhandenen Ressourcen bei
weitem und die machtlosen Behörden und die Zivilbevölkerung konnte nur auf einen
baldigen Abzug der ungebetenen Gäste hoffen.
Nie zuvor in seiner Geschichte – und glücklicherweise nie mehr seither – hatte unser
Land ein ähnliches Elend zu ertragen. Fred Heer beschreibt mit seinem militärischen
Hintergrund nicht nur die kriegerischen Handlungen von 1799 und ihren Kontext,
sondern auch eindrücklich die Folgen für die Glarner Bevölkerung.

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  1. April 2020 – Jubiläum 30 Jahre General Bachmann-Gesellschaft
    mit Uraufführung / Vernissage – CD-Taufe General Bachmann-Marsch /